Kurzarbeitergeld

VERKÜRZUNG DER ANKÜNDIGUNGSFRIST BEI KURZARBEIT

Durch die Corona Pandemie verändert sich die wirtschaftliche Situation der bayerischen Handwerksbetriebe und ihrer Mitarbeiter dramatisch. Kurzarbeit wird ein wesentliches Instrument dabei sein, den Betrieben zu helfen, diese schwierige Zeit zu überstehen und Arbeitsplätze zu sichern. 

In dieser besonderen Situation ist es deshalb nötig, sehr schnell auf das Instrument Kurzarbeit zurück greifen zu können. Gleichermaßen ist es nötig, die Einkommen der Beschäftigten weitgehend zu sichern.

Daher vereinbaren der FEG Deutschland e.V. und die IG Metall die Ankündigungsfrist für die Anordnung von Kurzarbeit gemäß § 5 Ziffer 4 des Manteltarifvertrages für die Arbeitnehmer des Elektrohandwerkes in Bayern vom 30. Juni 2010, von 14 Tagen auf 2 Tage zu verkürzen.

Für die Dauer der Kurzarbeit zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld. Der Zuschuss ist so zu bemessen, dass insgesamt 75 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens erreicht werden, das der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin bei regelmäßiger Arbeitszeit erzielt hätte.

Diese Vereinbarung tritt ab sofort in Kraft und endet zum 31.12.2020 ohne Nachwirkung.

Der Tarifausschuss im Fachverband hat dieser Vereinbarung einstimmig zugestimmt und ist sicher, hiermit den Innungsmitgliedern in dieser schweren Zeit mit unsicheren Zukunftsaussichten ein wirksames und – nun auch schnell einsetzbares – Instrument zur Verfügung zu stellen.

Die Originalausfertigung für Ihren Antrag finden Sie im internen Bereich - vorher bitte anmelden / einloggen - unter 

TARIF

 

Corona-Virus: Kurzarbeitergeld möglich

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden. Die örtliche Arbeitsagentur prüft Voraussetzungen bei Kurzarbeit aufgrund der Pandemie.

FAQ  (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

PDF  Informationen für Unternehmen (Zusammenstellung KUG)

PDF  Nebenverdienst bei Kurzarbeit anrechnungsfrei möglich (Stand: 30.03.2020)

Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Corona-Virus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird.

Das Kurzarbeitergeld wird auf Antrag des Arbeitgebers gezahlt. Der Antrag ist innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Monaten bei der zuständigen Agentur für Arbeit einzureichen. Zuständig ist die Agentur für Arbeit, in deren Bezirk die für den Arbeitgeber zuständige Lohnabrechnungsstelle liegt und die Frist beginnt mit Ablauf des Kalendermonats (Anspruchszeitraums), in dem die Tage liegen, für die Kurzarbeitergeld beantragt wird.

PDF  Kurzarbeit - Antragsformular Ausfüllhilfe vom vbw (Stand: 20.03.2020)

Betriebe können nun Kurzarbeitergeld nutzen, wenn

  • Wenn auf Grund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen Aufträge ausbleiben, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein könnten. Diese Schwelle liegt bisher bei 30 Prozent der Belegschaft.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes soll vollständig oder teilweise verzichtet werden können. Das geltende Recht verlangt, dass in Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, diese auch zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt und ins Minus gefahren werden.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können künftig Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, soll die Bundesagentur für Arbeit künftig vollständig erstatten. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, Zeiten der Kurzarbeit stärker für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen.

Diese Regelungen treten rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft und sind bis 31.12.2021 befristet. Die BA übernimmt bei dieser Leistung 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. 

Weiterführende Informationen bei der:

Arbeitsagentur  oder / und  Bundesregierung

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Donnerstag, 7. Mai 2020 , 10:00 Uhr - 16:00 Uhr

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>>> Aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt!

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Sitzung des Vorstandes und der Obermeister in Erfurt.